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rhetorische mittel

5 einfache rhetorische Mittel

Wer sich mit der Rhetorik beschäftigt, wird sie schon kennen – rhetorische Mittel. Häufig lernen wir einige davon sogar in der Schule kennen, wenden sie für eine Zeit lang an und dann geht es weiter mit dem Lernstoff.

Daher können diese gelernten rhetorischen Mittel schnell in Vergessenheit geraten.

Das ist sehr schade, denn sobald wir einige dieser Methoden für eine bessere Rhetorik erneut auffrischen und anwenden, können wir unsere sprachlichen und schriftlichen Fähigkeiten stark verbessern.

Unsere Texte und Reden erhalten durch die folgenden rhetorischen Mittel mehr Tiefe und wir können unseren Aussagen mehr Ausdruck verleihen. Wenn du mehr über die Rhetorik im Allgemeinen wissen möchtest, schau dir unseren Beitrag zur Rhetorik an.

Alliteration

Bei der Alliteration geht es darum, dass die Anfangslaute/-buchstaben immer wiederholt werden.

Dadurch kann eine gewisse Melodie erzeugt werden. Natürlich weckt es auch das Interesse des Zuhörers, da solche Wortkombinationen im allgemeinen Sprachgebrauch eher weniger häufig anzutreffen sind.

Beispiel einer Alliteration:

  • „Milch macht müde Männer munter!“ – ist wohl das bekannteste Beispiel einer Alliteration. Jedes Wort beginnt mit dem gleichen Buchstaben.

Metapher

Kurz gesagt, Metaphern sind die bildliche Darstellung dessen, was man aussagen möchte. Diese bildliche Darstellung geht aber weit darüber hinaus.

Es werden Emotionen damit transportiert, die rein mit der sprachlichen Darstellung nur schwer vermittelbar sind.

Dieses rhetorische Mittel nutzen wir recht intensiv, oft auch ohne zu wissen, dass wir es benutzen. Es ist schon sehr stark in unserem Sprachgebrauch integriert.

Gute Beispiele von Metaphern:

  • „Er/Sie brach mir das Herz“ – physikalisch nicht möglich, aber wir alle wissen ganz genau was damit ausgedrückt werden soll.
  • „Er/Sie gab ihm/ihr einen Korb“ – auch hier ist das bildliche Überreichen eines Korbes nicht die Aussage dahinter. Wenn uns jemand „abblitzen“ lässt, dann weckt das wiederum andere Emotionen als die Wortbedeutung vermuten lässt.

Rhetorische Frage

Dieses rhetorische Mittel benutzen wir häufig im täglichen Sprachgebrauch. Sei es im typischen Selbstgespräch mit uns selbst oder auch im Gespräch mit anderen.

Dabei ist zu beachten, dass die rhetorische Frage positiv sein kann, aber auch negativ. Je nach Gesprächskontext, kann sie auch provozierend eingesetzt werden.

rhetorische mittel

Beispiele der rhetorischen Frage:

  • „Wo war ich stehengeblieben? Achja, …..“ – typisch bei Reden oder Gesprächen in denen man kurz abgelenkt wurde. Dieser Satz hilft auch den eigenen Gesprächsfaden wieder aufzunehmen.
  • „Hast du dein Zimmer aufgeräumt, wie wir das vereinbart haben?“ – kann eine rhetorische Frage sein, wenn ein Elternteil dies zu seinem Kind sagt und die Antwort schon kennt.
  • „Sicher, dass wir hier abbiegen müssen?“ – diese Frage kann bei Autofahrten aufkommen, wenn der Beifahrer den Fahrer anspricht, ob er überhaupt weiß, wo sie langfahren müssen.

Paradoxon

Unter Paradoxon versteht man den scheinbaren Widerspruch. Dieser Widerspruch ist aber meist logisch im Zusammenhang mit dem Gesagten.

Dieses rhetorische Mittel nutzen wir vermehrt auch im Umgang mit neuen Kontakten, kann aber natürlich auch in jeder Rede wunderbar eingesetzt werden um ein Statement zu setzen.

Beispiel eines Paradoxon:

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  • „Danke nein, ich will nichts essen. Aber hast du Salzstangen da?“
  • „Ich möchte nichts trinken, danke. Aber wenn du Mandelmilch hast, nehme ich einen Kaffee.“ – Es ist ein Widerspruch in sich selbst.

Repetition

Die Repetition ist die Wiederholung des Gesagten ohne wirklichen Abstand oder andere Worte und Sätze dazwischen.

Diese intendierte Wiederholung kann in emotional aufreibenden Situationen eingesetzt werden oder zum Ausdruck kommen.

Dieses rhetorische Mittel wird oft unbewusst eingesetzt und ist in unserem Sprachgebrauch häufig anzutreffen.

Rhetorik stilmittel

Beispiele der Repetition:

  • „Nein, nein, nein, nein, nein“ – kennen wir alle aus Situationen in denen etwas schief gelaufen ist.
  • „Was? Du? Wirklich? Du? Ernsthaft? Nein, wirklich? – kann auch eine Repetition sein, indem wir hier den Fokus auf die Ungläubigkeit des Fragestellers lenken.

Fazit zu rhetorische Mitteln

Anhand dieser fünf rhetorischen Mittel hast du gelernt, dass es viele Möglichkeiten gibt sich auszudrücken.

Je nachdem wie und was man in der eigenen Sprache oder auch in Reden und Texten zeigen möchte, stehen diese rhetorischen Mittel zur Verfügung.

Ob man nun die Alliteration, das Paradoxon, die Repetition, die rhetorische Frage oder die Metapher benutzt, der Hörer / Leser wird einen Unterschied merken.

Die Vielzahl an Möglichkeiten, diese Stilmittel einzusetzen, kennt keine Grenzen.

Nutze die rhetorischen Mittel um auch deinen Zuhörern / Lesern das Fünkchen an MEHR zu bieten.