Motivation

Es gibt viele Punkte, die man zur Motivation sagen kann. Das Spannende ist aber, dass jeder die eigene Motivation anders auslegt. Ja sogar der Begriff an sich ist für den einen positiv und für den anderen negativ behaftet. Aus diesem Grund möchte ich dir zuerst erklären, was Motivation überhaupt ist und warum die Motivation ein so komplexer Begriff ist.

Was ist Motivation

„Zustand einer Person, der sie dazu veranlasst, eine bestimmte Handlungsalternative auszuwählen, um ein bestimmtes Ergebnis zu erreichen und der dafür sorgt, dass diese Person ihr Verhalten hinsichtlich Richtung und Intensität beibehält.“
(Prof. Dr. Manfred Kirchgeorg)

Gabler Wirtschaftslexikon: https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/motivation-38456 (2018-08-28)

Diese Definition von Prof. Dr. Kirchgeorg hilft uns dabei zu verstehen, dass es bei dem Begriff Motivation um mehr geht. Aber es gibt noch weitere Definitionen, die uns helfen der Motivation auf den Grund zu gehen.

„Gesamtheit der Beweggründe, Einflüsse, die eine Entscheidung, Handlung o. Ä. beeinflussen, zu einer Handlungsweise anregen.“

Duden: https://www.duden.de/rechtschreibung/Motivation (2018-08-28)

„Die Beweggründe die das Handeln eines Menschen bestimmen.“ (Drosdowski, Müller, Scholze-Stubenrecht & Wermke (Stangl, 2018).

Stangl, W. (2018). Motivation: WWW: http://www.stangl.eu/psychologie/definition/Motivation.shtml  (2018-08-28)

Was lässt sich nun mit diesen drei Definitionen herausfinden? Eine allgemein gültige Definition scheint wohl schwerer zu finden, als man denkt. Weiterhin bestimmt der Betrachtungswinkel auf das Wort Motivation auch seine Definition. Eines haben aber alle drei Definition gemein: Eine Handlung

Motivation hat also immer eine Handlungskomponente. Ohne das dir dies womöglich schon aufgefallen ist, hat Motivation also immer eine Handlung inne. Daher können wir sagen, wer motiviert ist, der handelt auch. Oder im Umkehrschluss, wer nicht handelt ist auch nicht motiviert. Somit können wir diese beiden Begriffe zusammenführen.

persönlichkeitsentwicklung

Wie werde ich motivierter?

Wir haben bereits festgestellt, dass die Motivation immer eine Handlungskomponente hat. Das lässt sich leicht feststellen, wenn wir uns selbst betrachten. Oder hast du schon einmal voller Motivation absolut gar nichts gemacht? Oder bist vollkommen unmotiviert mit Tatendrang an ein Projekt gegangen? Motivation lässt sich beeinflussen. Wie du motivierter wirst, möchte ich dir kurz skizzieren:

  • Plan entwicklen
    • Teilabschnitte definieren
    • Zwischenziele festlegen
    • Zeitabschnitte konkretisieren
  • (Zwischen-) Ziele visualisieren und verinnerlichen
  • Spaß am Projekt entwickeln
  • Tatendrang steigern
  • Belohnungen installieren
  • Und das Wichtigste: Einfach anfangen

Womöglich klingt das für dich jetzt alles einfacher als es tatsächlich ist. Daher möchte ich dir die einzelnen Punkte kurz ausführen.

Plan entwicklen

Bevor du eine Aufgabe oder ein Projekt anfängst, musst du dir einen Plan zurechtlegen. Wer planlos an eine Aufgabe geht, der wird früher oder später jegliche Motivation verlieren. Mit einem Plan kannst du recht einfach sehen, wie sich alles entwickelt. Eine große Aufgabe wird heruntergebrochen in viele kleine Aufgaben/Teilprojekte. Alles was du davon mit Zwischenzielen ausdefinieren kannst, solltest du auch tun. Nach dem Erreichen eines Zwischenziels, musst du eine Belohnung festlegen. Somit steigerst du deine Motivation, auch andere Teile des großen Plans abzuschließen. Das hilft dir motiviert zu bleiben.

Ziele visualisieren und verinnerlichen

An diesem Punkt trennen sich viele Meinungen. Die einen empfinden das Visualisieren von Zielen als Esoterik und lehnen es ab. Andere wiederum nutzen diese Technik um genau zu erkennen, was und wie sie etwas möchten. Es gibt hier sicherlich noch mehrere Gruppen mit unterschiedlichen Meinungen. Wir nutzen bei unseren Aufgaben das Tool der Visualisierung und sind erfolgreich damit. Daher laden wir dich recht herzlich ein, es uns gleich zu tun. Es ist einfacher als man glaubt. Stelle dir vor, du willst ein Baumhaus bauen. Wenn du ohne das Baumhaus vor deinem innerlichen Auge zu visualisieren mit dem Bauen beginnst, entsteht zwar ein Baumhaus, aber innerhalb der Bauzeit bist du viermal häufiger zum Baumarkt gefahren. Warum das so ist? Recht einfach, wenn du die Ziele visualisierst, fallen dir Punkte auf, an die du womöglich vorher nie gedacht hättest. Diese Punkte kannst du wiederum schriftlich festhalten und entsprechend mit einplanen.

Spaß am Projekt entwickeln

Wir alle kennen das, wenn ein Projekt oder eine Aufgabe nicht dem entspricht, was uns Freude und Spaß bereitet. Die Motivation ist trotz hohem Zeitdruck einfach nicht da. Die Deadline rückt näher, aber auch tief unten im Keller, lässt sich die Motivation nicht finden. Wie sollte man denn da Spaß und Freude entwickeln? Da wir an genau solchen Aufgaben selbst wachsen können, sollten wir den eigenen Blickwinkel ändern. Betrachte auch das langweiligste Projekt und die nervigste Aufgabe als spaßig. Wenn du dir wiederum eine Belohnung am Ende eingestehst, steigert dies auch deine Motivation. Oder du weißt ganz genau, dass der Chef dir das Projekt gegeben hat, da ihr euch beide nicht so gut versteht. Dann sollte dich das noch mehr motivieren, deinem Chef eins ‚auszuwischen‘ und das Projekt vor der Deadline im perfekten Zustand und mit weiteren Handlungsempfehlungen abzuschließen. Du wirst sicherlich noch mehr Punkte finden, die du an deinem Projekt interessant findest. Wenn es nur die Genugtuung ist, besser zu sein, als man von dir erwartet hat, dann hast du sicherlich Spaß an den Gesichtern der anderen, sobald alles abgeschlossen ist.

Tatendrang steigern

Beschäftige dich wirklich mit dem Thema. Auch wenn du womöglich am Anfang ein wenig Startschwierigkeiten haben solltest. Lasse dich voll und ganz auf das Thema der Aufgabe/des Projekts ein. Wenn die innere Stimme widerspricht und dich davon abhält wirklich den ersten aktiven Schritt zu gehen, beschäftige dich mit allen anderen Punkten umso intensiver. Je länger du dich mit dem Projekt beschäftigst ohne wirklich anzufangen, desto mehr steigt dein innerer Tatendrang und du entwickelst sogar einen inneren Trieb, nun endlich richtig anzufangen. Der Tatendrang wird dich kaum mehr loslassen und deine Motivation wird schneller steigen. Somit kannst du schon nach kurzer Zeit gar nicht anders als zu beginnen.

Belohnung installieren

Jeder hat seine eigenen Belohnungssyteme. Daher kann ich dir hier nicht die perfekte Belohnung vorschlagen. Ich möchte aber etwas näher auf das Thema Belohnungssysteme eingehen. Daher starten wir direkt mit einer treffenden Definition des Begriffs Belohnung:

„Bei einer Belohnung handelt es sich gemäß der Lernspychologie um einen Reiz oder eine Handlung, die einen Anreiz liefert, ein bestimmtes Verhalten zu wiederholen. Das Erlernen neuer Verhaltensweisen erfolgt bevorzugt durch Verwendung positiver Verstärker (angenehme Konsequenzen, z.B. Belohnungen, Lob, etc.).“


Stangl, W. (2018). Stichwort: ‚Belohnung‘. Online Lexikon für Psychologie und Pädagogik: http://lexikon.stangl.eu/5607/belohnung/ (2018-08-29)

In der Definition sehen wir, dass es um einen Reiz geht, der eine Wiederholung eines bestimmten Verhaltens begünstigt. Mit dieser Definition haben wir somit einen Ausgangspunkt gelegt, wofür die Belohnung benötigt wird. Wir können uns somit selbst Konditionieren und zu einem eigenen und förderlichen Verhalten von uns selbst beitragen. Somit können wir an folgende Teilaufgaben/Teilprojekte leichter und schneller herangehen.

Der Mensch ist ein sehr individuelles Wesen, daher fallen auch die möglichen Belohnungen, die du dir nach jedem Erreichen eines Zwischenziels selbst zusprichst sehr individuell aus. Es müssen aber Belohnungen sein, die dich wirklich ansprechen. Für den einen ist eine materielle Belohnung in Form eines Produktes eine Belohnung. Andere wiederum sehen materielle Güter als nicht motivationssteigernd an. Dann könnte ein schöner Moment eine Belohnung darstellen. Was du für dich als Belohnung definierst, muss eine richtige Belohnung sein.

Das Gegenteil davon ist der Verzicht, bis das (Zwischen-)Ziel erreicht ist. Sich etwas entsagen bis man an einem Punkt wieder Zugang dazu hat, kennen wir alle. Auch wenn das nicht direkt ersichtlich scheint, aber nahezu jede Diät funktioniert nach diesem Prinzip. Verzicht für einen gewissen Zeitraum, die Erfolge stellen sich ein, aber nachdem die vorgegebene Diätzeit erreicht ist, tritt der Jojo-Effekt ein. Dann verliert man alle bisherigen Erfolge innerhalb kurzer Zeit. Somit bringt der Verzicht in Motivationsfragen nichts. Belohne dich! Und du musst dich auch daran halten. Nach den ersten Belohnungen spürst du automatisch einen Drang, auch die nächsten Belohnungen erhalten zu wollen. Teste es, du wirst erstaunt sein.

Einfach anfangen

Das Allerwichtigste beim Thema Motivation ist anfangen. Wenn du nicht beginnst, dann hast du auch keine Motivation. Oder du leidest an der Volkskrankheit Prokrastination (Aufschieberitis). Keine Sorge, auch das ist heilbar und glücklicherweise nicht ansteckend 😀

Auch wenn dieser Tipp nicht wirklich neu ist, solltest du dennoch einfach anfangen. Mit dem vollständigen Plan wirst du merken, dass der Start gar nicht so schwer ist und du sicherlich schnell die ersten Zwischenziele erreicht haben wirst. Da kommen dann auch schon die ersten Belohnungen und du wirst im Handumdrehen die Aufgaben/das Projekt erfolgreich abgeschlossen haben. Fange einfach an!

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