In 3 einfachen Schritten Stress bewältigen

In 3 einfachen Schritten Stress bewältigen

Stress belastet viele Menschen, doch es gibt Auswege, um diese oftmals große Belastung hinter sich zu lassen! So wird ein durchdachtes Stressmanagement in der heutigen Zeit immer wichtiger, denn niemand hat gerne Dis-Stress. Was Dis-Stress ist, erfährst du weiter unten. Nun wünschen wir dir viel Erfolg und sind überzeugt, dass auch du deinen Stress bewältigen wirst!

Definition von Stress

Stress, Stress und nochmal Stress. Wir alle kennen das Wort und wissen was damit gemeint ist, oder? Ist dir auch schon mal aufgefallen, wie oft du sagst, dass du gestresst bist? Viele Personen, vielleicht auch du, benutzen das Wort Stress auch häufig als Ausrede und meinen aber meist etwas ganz anderes. 

Stress - die Definition!
Stress belastet viele Menschen, doch das muss nicht sein!

Wusstest du, dass Stress im Englischen etwas anderes bedeutet als im Deutschen? 

Daher wollen wir dir an dieser Stelle zuerst einmal erklären, was die genaue Definition von Stress ist. Fangen wir damit an, was Stress in seinem englischen Ursprung heißt, nämlich Materialien wie Metalle oder Glas auf ihre Belastbarkeit zu testen. Du siehst, das hat nichts mit dem zu tun, was wir heute im Deutschen unter Stress kennen und verstehen. 

Ein Forscher namens Hans Selye übertrug dann den Begriff Stress auf die Psychologie und die Medizin. Er verstand unter dem Begriff die Reaktion von Lebewesen auf Druck und Anpassung. Das passt schon eher in das Verständnis, welches wir alle zum Wort Stress haben. Druck, allen voran der Zeitdruck, ist sicherlich das, was für uns der größte Stressfaktor ist. Stressfaktoren werden übrigens in der Fachsprache als Stressoren bezeichnet. Darauf gehen wir aber später noch genauer ein. 

Unserer Meinung nach, sollte eine passende Definition auch immer in einem Lexikon auftauchen. Daher liefern wir die Definition von Stress aus dem Gabler Wirtschaftslexikon: 

Stress bezeichnet einen Zustand sehr hoher körperlicher oder psychischer Beanspruchung des Menschen im Sinne einer Überforderung, die sich spontan oder mit zeitlicher Verzögerung in Störungen körperlich-nervlicher Funktionen auswirkt […]

Da diese Definition wirklich alles beinhaltet, was es zu definieren gibt und wir hier nahezu keine Ergänzung machen können, gehen wir doch gleich zum nächsten Punkt über.

Arten von Stress

Wir sind alle im Stress und meinen damit häufig etwas Negatives. Es gibt aber auch den positiven Stress. Beide Arten von Stress haben ihre Daseinsberechtigung und sobald du beide Ausprägungen kennengelernt hast, weißt du genau, wo du diese beiden Stressarten selbst schon erlebt hast.

Die verschiedenen Arten von Stress, einfach erklärt!
Profitiere vom positiven Stress und verbanne den Negativen!

Fangen wir mit dem positiven Stress an. Dieser Stress wird auch Eu-Stress genannt und ist die Art von Stress, die uns beflügelt und uns voller Euphorie etwas tun lässt. Das mag dir zwar augenscheinlich und gerade jetzt absurd erscheinen, ist aber die reine Wahrheit. 

Du kennst das vielleicht aus dem Sport wie bspw. beim Joggen, wenn du spürst, dass die letzten hundert Meter vor dem Zieleinlauf nochmal Energie ohne Ende ausgeschüttet wird. Abseits vom Sport hast du sicherlich noch andere Hobbys auf die du dich schon so intensiv konzentriert hast, dass die Stunden wie im Flug vorbeigezogen sind und du Spaß an der Sache hattest. 

Die Zeit verfliegt rasend schnell und auch die Ergebnisse stapeln sich. Genau diese Art von Stress lässt uns Dinge tun, bei denen wir voller Euphorie sind. Eu-Stress versetzt uns mit positiver Energie und hilft uns dabei unsere volle Power zu entwickeln. 

Es ist die Art von Stress, die oftmals leider viel zu wenig als Stress wahrgenommen wird. 

Die andere, die negative Stressart, ist mit dafür verantwortlich, dass Stress heutzutage so negativ ausgelegt wird.

Die zweite der beiden Stressarten ist der eben schon genannte negative Stress – auch Dis-Stress genannt. Das ist genau die Art von Stress die die meisten Personen nur zu gut kennen. Von einem Termin zum anderen hetzen, Zeitdruck empfinden und nicht wirklich alles in der Qualität zu schaffen, wie du dir das selbst vorgestellt hast. Dis-Stress erleben wir im Job, im Privaten und dazwischen. Der Chef ist sauer und staucht dich zusammen. 

Solche Situationen kennst du oder? Das Gefühl der inneren Anspannung in solchen Situation kennen wir alle nur zu gut. 

Das hat mit unserer biologischen Programmierung zu tun. Um das folgende genauer zu verstehen, müssen wir an dieser Stelle einen Exkurs machen. Wir Menschen leben in einer höchst schnelllebigen Welt. Gestern war die Welt um ein vielfaches langsamer als heute und morgen wird sie nur noch schneller sein. 

Unser Körper und vor allem unsere Biochemie ist daran noch nicht angepasst. Daher reagiert unser Körper auf Dis-Stress genauso wie vor tausenden von Jahren. Die Reaktion kennst du bestimmt: Flucht oder Kampf. Das haben wir alle schon mindestens einmal erlebt. 

Viele sagen, dass es nur diese beiden Reaktionen gibt. Eine dritte wird häufig unterschlagen. Das ist die Starre. Schockstarre hast du sicherlich schon gehört. Diese drei Reaktionen führen dazu, dass bei einer Hochstressphase mit Dis-Stress der Körper automatisch reagiert, um mit den ganzen Hormonen die er ausschüttet zurecht zu kommen. 

Die Entscheidung was passiert, triffst du nicht bewusst. Dein Körper reagiert einfach nur. Wie bei der heißen Herdplatte. Da ziehst du auch nicht bewusst die Hand weg, stattdessen reagiert dein Körper. 

Dies sind genau die Reaktionen die unser Steinzeitkörper kennt und auch anwendet. Stell dir vor, du bist in der Nähe deiner Höhle und ein Tier, dass dich und deine Familie auslöschen kann, steht auf einmal vor dir. Bei manchen Tieren ist die Starre das Mittel zum Überleben. Vor anderen läufst du weg. 

Bei den wenigsten entscheidet sich deine Biochemie für Kampf. So sind wir gestrickt. 

Wir leben allerdings in einer Welt, in der alle drei Reaktionen in Stresssituationen selten hilfreich sind. Dazu kommt, dass dein Körper regelrecht Hormonen, Endorphinen und allgemein Botenstoffen in deine Blutbahnen spült. Um diese abzubauen, muss dein Körper auch heute noch eine der drei Reaktionen durchleben. 

Ansonsten staut sich all dies in deinem Körper und du wirst den Stress nicht abbauen können. Daher ist der Dis-Stress den wir so oft erleben sogar richtig gefährlich für die Gesundheit. 

Wer dauerhaft in Stresssituationen gefangen ist, kann das Thema Stressabbau nur angehen, wenn derjenige auch eine Anleitung an die Hand bekommt, wie das geht. 

Sehr häufig hilft es schon, wenn man sich im Klaren darüber wird, womit man überhaupt gestresst wird und was die Auslöser sind. 

Wo Stress auftreten kann inkl. Symptome

Stress in beiden Ausprägungen begleitet uns durch den ganzen Tag, das ganze Leben und womöglich auch darüber hinaus. Bei allem was wir tun, kann es Stressoren (Faktoren, die Stress auslösen) geben, welche uns positiv oder aber auch negativ gesinnt sind. 

Wenn du eine typische Angestelltenposition hast, dann wirst du einen Chef haben, der wiederum einen Chef hat und alle müssen dafür sorgen, dass der Laden am Laufen bleibt. In den allermeisten Fällen wirst du einen Vorgesetzten haben, der/die auch nur Ziele verfolgt und dich braucht, um diese umzusetzen. 

Man sollte meinen man sitzt am längeren Hebel, denn die meisten Chefs könnten deine Arbeit nicht machen. Leider sind wir alle so darauf eingestellt, dass der Chef auch der allwissende Boss ist, dass wir uns viel gefallen lassen, was uns unter enormen Dis- Stress versetzt. 

Dein Chef bittet dich in sein Büro und staucht dich zusammen, warum du schon wieder nicht die Deadline eingehalten hast und wieso er dich überhaupt noch bezahlen soll, wenn du deine Aufgaben eh nicht korrekt und zeitnah erledigst. 

Deine Reaktion? 

Ganz klar, eine der drei oben erklärten: Flucht, Kampf oder Starre. Alle drei führten zum Überleben als uns noch die Säbelzahntiger heimsuchten. Im Büroalltag sind diese drei Reaktionen weniger erfolgreich. 

Egal wie dein Körper sich entscheidet, Flucht oder Starre wären die empfehlenswerteren Alternativen. Reagiert dein Körper mit dem Kampinstinkt, baut sich zwar dein Stresslevel mit allen Botenstoffen im Blut und in den Muskeln sehr schnell ab, dein Job ist aber sicherlich auch Vergangenheit und du kannst zusehen, wie die Rechnungen bezahlt werden. Du kannst nach so einer Reaktion nur hoffen, keine Anzeige wegen Körperverletzung zu bekommen.

Im Privaten kann uns so etwas auch widerfahren. Da ist dann zwar weniger das finanzielle im Vordergrund, es wird aber sehr schnell emotional. Verlierst du deinen Job, bist du zumindest in Deutschland irgendwie durch Arbeitslosengeld abgesichert, bzw. kannst deine Fixkosten teilweise decken. 

Im Alltag mit Freunden, der Familie und Bekannten wirkt sich eine solche Situation dann stark auf die emotionale Ebene und soziale Ansehen aus. Diese gehen nochmal einiges tiefer und nagen noch mehr an der Psyche als der kreischende Chef. 

Stell dir vor du kommst schon mit einem negativen Bauchgefühl nach Hause und weißt im Vorfeld, dass es schon wieder Zank geben wird. 

Du kommst schon gestresst nach Hause ohne, dass es einen ersichtlichen Grund gibt. 

Das spüren auch alle die mit dir unter einem Dach leben und stecken sich an deiner stressgeschwängerten Aura an. Dann kommt es wohl oder übel zum Krach. 

Oft sind es Banalitäten, die das Fass zum Überlaufen bringen. 

Je mehr sich das zuspitzt, desto verletzender wird man zueinander bis es im reinsten Chaos endet. Das will niemand und ist hoffentlich eher die Ausnahme. Viel häufiger passiert es, dass du Überstunden machen musst um eine Deadline einzuhalten, daher viel zu spät zu einem privaten Termin kommst und dann alle gestresst sind, weil sich deren Anschlusstermine nun auch nach hinten verschieben. 

Meist müssen alle ihre Termine sogar nochmals weiter schieben und landen damit beim nächsten Tag. Wir alle haben einen vollen Kalender. Somit schieben sich die Termine von heute auf morgen und von morgen auf übermorgen. 

Das Karussell beginnt sich zu drehen und der Stresskreislauf nimmt Fahrt auf. Dieses Stresskarussell lässt sich nur stoppen, wenn man die genauen Stressoren ausmacht und entschärft. Im Büro sind häufige Stressoren die Chefs, die Kollegen, man selbst und die Berge an Arbeit, die es in viel zu kurzer Zeit abzuarbeiten gilt. 

Im Privaten sind die Stressoren häufig eigene Ansprüche, Verpflichtungen, das Finanzielle und die eigene Familie sowie Freunde und Bekannte. 

Wir wissen wie sich das anhört, aber es ist leider die Wahrheit. 

Glücklicherweise gibt es aber diverse Methoden, mit denen wir den Stressoren begegenen können. Drei davon stellen wir dir im Folgenden vor.

Stressbewältigung

I. Die korrekte Einstellung 

Einer unserer Lieblingspunkte zum Thema Stressbewältigung ist dieser eine: die korrekte Einstellung. 

Das ist aber auch mit der schwierigste Part den du meistern kannst. Die Effektivität lässt sich aber nicht bestreiten. 

Was meinen wir genau? 

Es gibt Menschen an denen perlt sämtliche Kritik gegenüber der eigenen Arbeit oder dem eigenen Verhalten einfach ab. 

Wie das Wasser bei einer Lotuspflanze. 

Wie das sein kann und warum du das nicht kannst? 

Diese Menschen haben gelernt damit umzugehen. 

Ja, wir wissen auch, wie diese Aussage in deiner Situation klingen mag. Oft haben aber solche Menschen in der Vergangenheit die gleichen Situationen erlebt wie du. Doch sie haben anschließend gelernt damit umzugehen und Methoden verinnerlicht um mit Stress umzugehen. 

Vieles was wir als Kritik gegenüber unserer Person verstehen, bezieht sich gar nicht auf uns als Person. Der schreiende Chef kritisiert zwar, aber meist doch nur die Arbeit und nicht die Frisur oder dich als Person. 

Wenn du lernst, in solchen negativen Stresssituationen ruhig zu bleiben, dann wirst auch du eine Person, an der vieles einfach so abperlt und du kannst anderen Menschen mit deinem Wissen darüber helfen.

II. Der Ausgleich

Um überhaupt einen Ausgleich zwischen Privatem und Beruflichem zu finden, wurde die Wortbildung Work-Life-Balance erfunden. Diese besagt, dass man das Berufliche und das Private in eine Balance bringen soll. 

Stress erfolgreich ausgleichen mit einer guten Work - Life - Balance
Die Work – Life – Balance sollte kontinuierlich verbessert werden

Naja, eine Balance heißt 50% Arbeit stehen 50% Leben (Freizeit) gegenüber. Wenn wir beide mal zusammenrechnen, wieviel wir am Tag arbeiten, die Fahrtstrecke dazu addieren und die Überstunden nicht vergessen, dann kommen wir schon mal gut auf 50% des Tages. 

Die anderen 50% sind aber keine Freizeit, denn Haushalt, Einkaufen und Schlafen sind nochmal ca. 40% des Tages. Bleiben uns nur noch 10% für uns. Diese Zeit verplanen wir gerne großzügig zu Ungunsten von Schlaf. 

Daher ist es wichtig, auch in solch einer Tageseinteilung die beiden Blöcke Work und Life besser zu managen. Daher sprechen wir lieber von Work-Life-Management. Wer es schafft in seiner Freizeit vieles einzubauen, was Eu-Stress verursacht, wird automatisch gegen den belastenden Dis-Stress vorgehen können. 

Merke dir! Positives hilft immer dabei, Negatives zu verdrängen. 

Daher gilt es, viele tolle Erlebnisse den negativen Erfahrungen entgegen zu setzen.

Besser noch: Mehr Positives sammeln und ein Depot davon anlegen um auch allen künftigen negativen Stresssituationen begegnen zu können. Was bei dir Eu-Stress auslöst und somit Dis-Stress abbaut ist individuell und können wir dir daher leider nicht sagen. 

Wir wissen aber, dass auch du dazu fähig bist, viele positiven Erfahrungen zu machen.

III. Zeitmanagement 

Die Wahrheit ist, dass Stress und das Verständnis darüber häufig nur einseitig betrachtet wird. Negativer Dis-Stress sorgt für Zeitdruck, Anspannung und auch Erkrankungen. 

Der positive Eu-Stress bringt dafür unglaublich positive Gefühle und Eindrücke mit sich, die begeistern und die Zeit wie im Flug vergehen lässt, ohne diese verschwendet zu haben. Egal wie wir es aber drehen und wenden, die Zeit ist der Faktor, der beide Ausprägungen von Stress verbindet. 

Nur wer ein gelungenes Zeitmanagement besitzt, der wird auch erfolgreich mit Stress umgehen können. 

Dieser Punkt ist so elementar wichtig, um auch dein Stresslevel zu senken, dass wir hierfür gezielte Problemlöser für dich erstellt haben. Du wirst nicht drum herum kommen, wenn du wirklich dein Stresslevel senken willst, dich mit deinem Zeitmanagement zu beschäftigen. 

Fazit

Zusammenfassend können wir festhalten, dass Stress noch vor nicht allzu langer Zeit etwas ganz anderes bedeutet hat, als heute. 

Wer hätte gedacht, dass es dabei eher um Materialkunde ging und weniger um die Menschen. Häufig adaptieren Forscher Begriffe aus anderen Disziplinen und drücken damit etwas aus, was bisher kaum oder nur ansatzweise begrifflich definiert werden konnte. 

Glücklicherweise fallen diese Definitionen nicht immer grundlegend negativ aus. Die beiden Arten von Stress belegen, dass wir diesen Begriffen eine gewisse umgangssprachliche Bedeutung zuschreiben. 

Mit dem positiven Eu-Stress lassen sich Marathons gewinnen und unglaubliche Leistungen in Kombination mit Freude und Glücksgefühlen abrufen. 

Der negative Dis-Stress versetzt uns in unsere Urinstinkte und Reaktionen wie Flucht, Kampf oder Starre. Um das alles irgendwie zu erklären und Auswege aus dem negativen Stress zu finden, gibt es einige Methoden. 

Wer gelernt hat, mit Dis-Stress umzugehen, den erschüttert so schnell nichts mehr. Eine passende Balance, bzw. ein ausgewogenes Management zwischen Beruf und Privatleben unterstützt ungemein dabei das eigene Stresslevel abzubauen. 

Grundlegend ist aber immer die Zeit – ein entscheidender Faktor, der alles verbindet. 

Nur wer gelernt hat, sein Zeitmanagement in den Griff zu bekommen, der wird auch sein Stressmanagement in den Griff bekommen.