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fehler im umgang mit stress

Top 7 Fehler beim Umgang mit Stress

In diesem Beitrag wollen wir dir aufzeigen, dass Stress und der Umgang damit auch fehlerbehaftet sein kann.

Was wir damit meinen?

Es gibt Methoden die dir helfen dein Stresslevel zu senken (siehe auch unseren Beitrag zu Entspannungstechniken). Dann gibt es aber auch Wege wie man mit seinem eigenen persönlichen Stress umgehen kann.

Und genau hierauf wollen wir in diesem Beitrag eingehen.

In Kürze: Was ist Stress?

Stress ist eine Reaktion unseres Körpers auf bestimmte Reize. Um es mal so ganz grob zusammenzufassen.

Genaueres hierüber findest du in unserem Beitrag über Stress. Und genau diese Reaktion auf Reize kennen wir als Stress. Das ist womöglich vergleichbar wie Schmerz.

Warum wir das hier so als Beispiel nehmen?

Naja, jeder geht anders mit Schmerz um. Die Einen vertragen mehr Schmerz als die Anderen. So ist das auch mit Stress.

Einige Mensche sind anfälliger und reagieren vollkommen anders auf Stress als so manch anderer.

Fehler im Umgang mit Stress

Da wir dir hier aufzeigen wollen, wie du mit Stress umgehen kannst, wollen wir dir sieben häufige Fehler im Umgang mit Stress verdeutlichen.

Das sind sicherlich nicht alle Fehler, doch in dem ein oder anderen Fehler wirst du dich bestimmt wiederfinden.

Fehler #1: Überblick

In stressigen Situation verlieren wir oft den Überblick. Genau diesen musst du aber behalten, denn sonst wird die komplette Situation noch viel unübersichtlicher als sie jetzt schon ist.

Daher ist der erste Fehler im Umgang mit Stress das Verlieren des Überblicks.

Egal wie stressig es aktuell sein mag, verliere nie deinen Überblick über die aktuelle Lage. Wenn du spürst, dein Stresslevel schlägt wieder einmal voll aus, dann mach dir bewusst, woher es kommt.

Überlick in stressigen phasen bilden - Fehler beim Umgang mit Stress

Du weißt, wir arbeiten gerne mit Beispielen.

Daher hier wieder eines um die Situation etwas klarer darstellen zu können:

Es ist kurz vor Feierabend und du hast etwas vor. Ein Verabredung, ein Konzert, Sport, egal was. Du weißt nur, du musst pünktlich raus aus dem Büro.

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Eine halbe Stunde vor Feierabend kommt der Chef und knallt dir noch was auf den Tisch. Kein Problem, das schaffst du. Du bist schließlich gut in deinem Job.

Dann kommt er nochmal und die Kollegen. Dann ruft eine Kundin an, die noch etwas von dir braucht. Und zwar unbedingt heute noch. Die Uhr tickt. Der Schweiß auf der Stirn kommt zum Vorschein und du bist kurz vorm Platzen aufgrund des inneren Drucks.

Willkommen im Hochstress.

In genau dieser Situation heißt es, Überblick gewinnen. Nimm dir die paar Sekunden Zeit und ordne deine Aufgaben nach Dringlichkeit. Den Chef lässt man selten warten. Die Kundin bringt Umsatz.

Die Kollegen machen auch gerade Feierabend, also hat deren Anliegen wohl noch bis morgen Zeit.

Dieser Überblick verhilft dir in stressigen Phasen einen Ablaufplan zu entwickeln und dadurch selbst zu spüren, dass es doch gar nicht so viel ist, wie gedacht.

Daher gilt — Verschaffe dir, gerade in stressigen Zeiten, den Überblick. Du wirst dir dadurch selbst helfen.

Fehler #2: Aufgabenberg

Sobald es stressig wird, sieht man oft nur einen riesigen Berg an Aufgaben vor sich.

Im ersten Fehler, hast du schon gelernt, dass du den Überblick gewinnen musst. Der zweite große Fehler im Umgang mit Stress ist der große Berg an Aufgaben, der eigentlich ganz klein ist.

In Phasen des Hochstress sehen wir viele Aufgaben als unüberwindbar an. Kaum zu schaffen und wie zur Hölle soll das wirklich klappen?

Dieser große Berg ist aber meist nur in deinem Kopf so groß. Verschaffe dir deinen Überblick und teile deinen Aufgabenberg in kleinere Hügel ein.

Diese kleineren Hügel sind gar nicht mehr so angsteinflößend wie gedacht. Teilst du diese wiederum in Maulwurfhügelgröße ein, stehst du bald nicht mehr vor dem Mount Everest sondern auf einer Wiese voller Maulwurfhügel.

Eine Wiese voller Maulwurfhügel macht dir sicherlich keine Angst. Auch der Stress, den du allein durch die Vorstellung dadurch verlierst, wird spürbare Ergebnisse für dich haben.

Teile daher den Berg an Aufgaben in kleine Hügel auf und du wirst sehen, dass du es schaffen kannst.

Fehler #3: Einstellung zu Stress

Lass den Stress nicht so nah an dich heran. Stress entsteht in dir selbst. Das heißt im Klartext, du löst den Stress in dir selbst aus. Daher bestimmst auch du selbst, wie gestresst du aktuell bist.

Einfach ausschalten lässt sich das aber leider nicht. Auf deiner Reise zu einer stärkeren Persönlichkeit wirst du auch lernen resilienter zu werden. Das heißt, dass du lernst, wie du mit Stress umgehst.

Sicherlich hast du auch den einen oder anderen Kollegen, dem Stress scheinbar nichts anhaben kann.

Vollkommen entspannt sitzt derjenige am Schreibtisch, der Aufgabenberg spendet ihm im Sommer Schatten und im Winter könnte er dort oben Ski fahren.

Trotzdem scheint er die Ruhe selbst. Wie kann das sein?

Dein Kollege ist entweder sehr, sehr resilient und Stress perlt bei ihm einfach ab oder er hat eh schon innerlich gekündigt und wartet nur darauf, dass es bald auch äußerlich passiert.

Gehen wir mal von Ersterem aus. Dein Kollege ist sich sicherlich seiner Handlungen bewusst. Er hat aber womöglich für sich erkannt, dass es nichts bringt mit Vollgas den ganzen Tag durchzuackern, abends tot müde ins Bett zu fallen und nicht zu schlafen.

Er lässt den Stress einfach nicht so an sich ran. Das musste er aber auch lernen. Entweder hat er das schon in der Kindheit gelernt oder sich später angeeignet.

Seine Einstellung hilft ihm aber sehr dabei, durch die aktuelle Arbeitsbelastung hindurch zu kommen.

Überprüfe dich selbst, wie du zum Thema „Stress an sich ranlassen“ stehst. Eine wohlige „ist mir egal“-Stimmung kann hier schon wahre Wunder bewirken.

Probiere es für dich selbst aus und versuche den Stress nicht so an dich heran zu lassen.

Fehler #4: Allein, allein

Glaube nicht, du bist die einzige Person der es so geht. Es ist selten, dass nur du dich gestresst fühlst.

Womöglich scheint es dir aber so, dass die Anderen vollkommen entspannt sind und nur du bist gestresst hoch zehn.

Ganz ehrlich, wenn es so ist und dein Arbeitsumfeld allein ist schuld daran, dann solltest du so oder so einen Jobwechsel in Betracht ziehen.

stress bewältigen techniken

Meistens geht es deinen Kollegen genau wie dir auch. Sie sind mindestens genauso gestresst wie du. Einige ein klein wenig mehr, andere ein klein wenig weniger.

Alles in allem, seid ihr aber wohl alle im Stressmodus.

Daher glaube nicht, dass nur du davon betroffen bist. Suche ruhig das Gespräch mit den Kollegen und erkläre ihnen, dass du gestresst bist und, dass du vielleicht auch Hilfe bei der einen oder anderen Aufgaben gebrauchen könntest.

Die Kollegen, die genauso oder noch gestresster sind als du, findest du schnell. Diese sagen sofort nein und können nichts von deinen Aufgaben übernehmen.

Deine anderen Kollegen, diejenigen, die etwas weniger gestresst sind, können dir vielleicht die eine oder andere Aufgabe auch tatsächlich abnehmen.

Du solltest aber klipp und klar festlegen, dass du demjenigen im Gegenzug auch etwas abnehmen wirst, wenn es bei dir ruhiger wird.

Daher mach dir bewusst, dass du nicht alleine gestresst bist. Auch deine Kollegen sitzen womöglich im gleichen Boot und sind gestresst.

Sprich es an und schau, wer dir helfen kann. Du bist definitiv nicht allein.

Fehler #5: Alles sofort erledigen

Es gibt wirklich sehr viele Stress- und Zeitmanagement Methoden, die dir erzählen du sollst alles direkt gleich umsetzen.

Das ist auch, bis zu einem gewissen Grad, der richtige Ansatz. Sind das aber Tätigkeiten die dich länger als 5 Minuten beschäftigen, dann wird es stressig.

Genau darum soll es hier nun gehen. Du kannst zwar recht einfach und schnell Kleinigkeiten sofort erledigen und das solltest du auch. Größere Projekte dauern aber länger.

Willst du diese sofort erledigen, kommt die nächste Aufgabe/das nächste Projekt schnell dazu und ein Berg türmt sich vor dir auf.

Es ist wirklich entscheidend, wie dein Stresslevel steigt, wenn du dir eine Aufgabe mit etwas Abstand genauer betrachtest.

Im ersten Moment scheinst du sie sofort erledigen zu können. Sofort heißt wirklich in den kommenden 5 Minuten.

Du solltest dir eine Aufgabe zuerst genau verständlich machen. Dann kannst du in etwa abschätzen, wieviel Zeit diese Aufgabe in Anspruch nimmt.

Im Normalfall liest du dir die Aufgabe oder Projektbeschreibung, etc. ein paar mal aufmerksam durch und weißt was zu tun ist.

Nachdem du den Zeitaufwand geschätzt hast, das dauert wirklich nur wenige Sekunden bis hin zu 2 Minuten, musst du natürlich die Dringlichkeit mit in Betracht ziehen.

Knallt dein Chef dir die Aufgabe auf den Tisch und sagt, in 10 Minuten braucht er Ergebnisse, solltest du natürlich auch hier die Deadline einhalten.

Ist es aber nicht so dringend und hast für dich selbst beschlossen, mehr als 1 Stunde brauchst du dafür nicht, dann prüfe deinen Terminkalender.

alles sofort erledigen tipps

Morgen hast du noch eine 2 Stunden Lücke, die wirklich auch frei ist und sich mit nichts in Quere kommt?

Dann terminiere dir diese zwei Stunden für die Aufgabe. Davon kannst du dir eine Stunde diese Aufgabe einplanen und eine Stunde um genug Puffer zu haben.

Nur wenn du auch Pufferzonen einplanst, wird dein Stresslevel merklich abnehmen, wenn es doch etwas länger dauert.

Bitte beachte hierbei, dass du die erste Stunde nicht rumtrödeln solltest, da du ja Puffer hast. Es geht wirklich darum, diese Pufferzone gar nicht erst anrühren zu müssen.

Mit der etwas neutraleren Betrachtung der Aufgabe oder des Projekts und deiner neutralen Betrachtung des Zeitaufwands, wirst du dein Stresslevel massiv senken können.

Erledige deine Miniaufgaben gerne sofort und für alles andere, plane das Erledigen der Aufgabe.

Das dauert wirklich nur einen Bruchteil der Zeit und du wirst schnell die Erfolge spüren.

Fehler #6: Stress des Perfektionisten

Dieser Fehler trifft auf wirklich viele Menschen zu. Egal, ob du noch zur Schule gehst, studierst oder eine Ausbildung machst, arbeitest oder zwischen zwei Anstellungen stehst, Perfektionismus ist weit verbreitet.

Dabei ist es nur in den seltensten Fällen notwendig, dass du alles perfekt machst.

Was wir damit meinen, ist, dass Perfektionisten per se sehr schnell mit ihren Aufgaben fertig sind, aber um das letzte bisschen doch noch rauszuholen, wird sehr viel Energie und Zeit aufgewendet.

Um das genauer zu verstehen, hilft uns das Pareto- oder auch 80/20-Prinzip. In 20% der Zeit, schaffst du 80% der Aufgaben.

Das ist ein sehr bemerkenswerter Fall. In einem Fünftel der Zeit, hast du nahzu alles geschafft. Im deutschen Notensystem ist das locker eine 2- oder 3.

Die letzten 20% schafft aber auch der Perfektionist kaum in den verbleibenden 80% der Zeit. Es gibt immer noch etwas zum Verbessern.

Auf das Berufsleben angewandt passt das genauso. Bevor ein perfektionistischer Autor sein 80% fertiges Buch dem Verlag schickt und womöglich einen Vertrag dadurch bekommt, feilt er lieber noch jahrelang daran herum und bekommt keinen Vertrag.

Das klingt alles immer sehr abstrakt, wir wissen das.

Durchsuche daher bitte kurz geistig deine eigenen Aufgaben, dein eigenes Wirkungsfeld und du wirst Beispiele finden, in denen dein Perfektionismus dich davon abhält etwas auch wirklich fertigzustellen und „abzugeben“.

Es gibt ein wunderbares Beispiel, das wir alle unbewusst kennen, wer immer unfertige Produkte auf den Markt bringt und dann im Nachgang nachbessert: Microsoft

Kaum eine Software von Microsoft ist fertig, wenn sie auf den Markt kommt. Daher bekommen PC-Nutzer nahezu wöchentlich neue Updates.

Die Software wird auch nach Jahren noch weiterentwickelt und du bekommst Updates.

Denkst du Bill Gates wäre einer der reichsten Menschen der Welt und könnte mit seinem Reichtum so viel Gutes tun, wenn er immer noch an Windows in der ersten Version basteln würde?

Fehler #7: Fehlender Stressabbau

Ein Fehler den wir fast alle im Umgang mit Stress machen ist, dass wir ihn nicht abbauen. Stress ist eine tatsächliche körperliche Reaktion.

Unser Körper schüttet Hormone aus, die in unserem Körper freigesetzt werden. Diese verschwinden leider nicht wie von Zauberhand und alles ist wieder gut.

Wir müssen sie abbauen. Bauen wir die Hormone nicht ab, wächst und wächst und wächst die Anzahl an Stresshormonen in unserem Körper.

Das kann zu diversen Krankheiten bis hin zum kompletten Zusammenbruch unseres Systems führen.

Daher begehe nicht den Fehler und lasse die Stresshormone einfach im Körper. Baue sie ab.

stressabbau durch sport

Die einfachste Möglichkeit um Stresshormone abzubauen ist und bleibt Sport. Nach einem stressigen Tag hat man zwar am Abend keine Lust auf die Einheit Sport.

Man will da lieber mit etwas zu knabbern und einem guten Essen den Tag auf der Couch ausklingen lassen. Das macht es aber nur schlimmer.

Sport baut effektiv und nachhaltig die vorhandenen Stresshormone ab. Du wirst es sofort nach deiner Sporteinheit spüren.

Wenn du nichts spürst, dann war es womöglich zu wenig Sport um alle Hormone abzubauen. Also lauf am Besten noch ein paar Minuten weiter.

In Hochstressphasen solltest du täglich deine Sporteinheit machen. Je mehr dein Körper die Stresshormone abbaut, desto besser fühlst du dich und kannst auch besser schlafen.

Am kommenden Tag wirst du dich frischer und energiereicher fühlen. Teste es selbst, du wirst überrascht sein, wie gut eine Sporteinheit Stress abbauen kann.

Fazit zu den 7 Fehlern im Umgang mit Stress

Wir haben nun 7 Fehler im Umgang mit Stress kennengelernt. Wenn du selbst auch diese Fehler begehst, kann es gut möglich sein, dass dein aktueller Stresslevel sehr sehr hoch ist.

Aber auch nur einer dieser Fehler kann dafür sorgen, dass dein negativer Dis-Stress dich stark belastet.

Daher wollen wir dir diese sieben Fehler im Umgang mit Stress noch einmal kurz aufzeigen:

  • Überblick
  • Aufgabenberg
  • Einstellung zu Stress
  • Allein allein
  • Alles sofort erledigen
  • Stress des Perfektionisten
  • Fehlender Stressabbau

Du kannst dir gerne alle diese Anhaltspunke in der Liste ausdrucken und dir überall mit hinnehmen.

In der ein oder anderen Situation wirst du dich womöglich selbst ertappen und feststellen, was du gerade getan hast.

Das kann im Privaten wie auch im Beruflichen sein. Wichtig ist immer die Wahrnehmung dessen, was du gerade tust oder tun wolltest.

Dadurch bist du schon einen großen Schritt weiter in deiner Persönlichkeitsentwicklung.